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Ihre Exzellenz, sehr geehrter Herr Bischof
Wenn der Heilige Vater das große "Mea Culpa" spricht, die Verfehlungen der Kirche bekennt und um Vergebung bittet, müßte er eigentlich auch eine ganz aktuelle Schuld der Kirche, der deutschen Kirche mit einbeziehen, nämlich ihr Mitwirken bei der Tötung ungeborener Kinder. Vielleicht bringen aber die deutschen Bischöfe selbst den Mut auf dies zu bekennen und Gott um Vergebung zu bitten, der Herr gebe ihnen die Kraft dazu. Luk 16,13 "Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon." Sollten sich die Bischöfe nicht entscheiden, wem sie dienen wollen, dem Staat oder der Kirche Christi, und dann die entsprechenden Konsequenzen ziehen? Niemand kann zwei Herren dienen, zumindest dann nicht, wenn die Intention gegensätzlich ist. Auch wenn dieser Staat vorgibt ihm sei am Lebensschutz der ungeborenen Kinder etwas gelegen, beweist doch sein Handeln das Gegenteil. Was nützt es, wenn hochrangige Kirchenleute bei Pressekonferenzen, Predigten, Wallfahrten, Lichterprozessionen massiv Kritik am Gesetzgeber üben, aber mit keinem Wort erwähnen, daß sie sich durch ihr Tun selbst zum Helfershelfer, Erfüllungsgehilfen, Handlanger und sich indirekt durch die Selbstverteidigung ihrer Position zum Verteidiger dieser mörderischen Politik machen? Das ist Willkür, Heuchelei und Doppelmoral, da wird mit gespaltener Zunge geredet! Man sollte die Leute nicht für dumm halten, die das indirekte, getarnte Widersetzen gegen die Weisung des Papstes sehr wohl durchschauen und nur deshalb schweigen, weil es ihrer augenblicklichen Gesinnung entgegenkommt. Dies könnte sich ändern, wenn der Leidensdruck durch zuviel Sumpf und Unmoral zu stark wird. Dann werden sie schnell einen Sündenbock finden und mit den Fingern besonders auf die Kirche, auf ihre Verantwortlichen zeigen, weil sie mitgemacht, nicht genügend gewarnt haben, nicht einmal die kirchenrechtlichen Konsequenzen aufgezeigt haben, die Auseinandersetzung gescheut, die Überprüfung des Tötungs-Ermöglichungs-Gesetzes nicht eingefordert haben, denen nachgeben, die ohnehin kaum in den Gotteshäusern zu finden sind. Verantwortliche der Kirche haben allen Grund, vor der eigenen Tür zu kehren. Völlig unverständlich ist, daß viele Bischöfe immer noch den von der katholischen Kirche abgespaltenen Verein "donum vitae", dessen Zukunft völlig ungewiß ist, der sich gegen die Intention des Kirchenoberhauptes und weiter Teile der Kirche stellt, unterstützen wollen. Bitte, ergreifen Sie Maßnahmen gegen diesen Verein, lassen Sie es nicht zu, daß er im Namen der katholischen Laien spricht und handelt, (nur eine Urwahl, eine Urbefragung würde einen so weitgehenden Schritt legitimieren) und machen Sie den gläubigen Laien klar, daß sie mit dieser unchristlichen Organisation nichts zu tun haben. Selbstgewählt, bewußt und vorsätzlich wurde dieser Verein vom ZdK, von dem sich viele Laien nicht vertreten, sondern hintergangen und mißbraucht fühlen, von der Kirche gespalten und das Komitee wagt mit unglaublicher Frechheit ihn als katholische Laienorganisation zu bezeichnen, die im Namen der Glieder der Kirche spricht und handelt. Warum lassen Sie dies zu? Warum schützen Sie die katholischen Laien nicht vor dieser List, gehen Sie nicht z.B. gerichtlich gegen diese Anmaßung vor? Die Kirche muß sich eindeutig und klar von diesem illegalen, feige das Kreuz Christi fliehenden Verein distanzieren, der mit ihr nichts zu tun hat, nichts zu tun haben will, sie nur benutzt und ihren Namen mißbraucht. Dies muß sie jetzt tun, bevor er ihr Schaden zufügen kann. Später bleiben ihr nur noch so drastische Maßnahmen, wie die Exkommunikation der Gründer, der Vorstände, der Mitglieder. Wird die deutsche Kirche dazu den Mut haben? Eine ideelle und finanzielle Förderung dieses treulosen Vereins, der überflüssig und gefährlich wie ein Krebsgeschwür ist, wäre fast selbstmörderisch! Ihn mit Kirchensteuermitteln zu fördern wäre, zumindest ethisch gesehen, V e r u n t r e u u n g ! Vermutlich erkennen die Verantwortlichen seine Illegalität selbst. Was sonst veranlaßt sie mit überstürzter Hektik, noch bevor die Ergebnisse der einberufenen Expertenkommissionen bekannt sind, bevor die Bischöfe entschieden haben, Verhandlungen mit dem Roten Kreuz zu führen, sich unter seine Obhut zu begeben? Ist es Verwirrtheit, oder tun sie es deshalb, weil sie sich von den Bischöfen nichts sagen lassen wollen, nicht gehorchen, keine Grenzen setzen lassen wollen? Alles spricht gegen diesen Verein! Das einzige Argument, auf das sie sich bei seiner Gründung stützten, ist null und nichtig, hält einer Überprüfung nicht stand und ich konnte es durch das Ergebnis meiner, dem ZdK bereits mitgeteilten Recherchen (die Sie, leicht korrigiert, dem beigelegten Brief an Erich Läufer, meiner Stellungnahme zu einem Artikel von Herrn Schätzler und einem Geheft von Zeitungsausschnitten entnehmen können), entkräften. Kirchliche Stellen konnten nicht mehr Kinder retten als die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen anderer Träger (ich bezweifele, daß die Verantwortungsträger der Kirche das nicht wissen). Somit entbehrt der gottlose Verein jeder ethischen Grundlage, basiert auf einer glatten Lüge, ist nur noch Tötungs-Ermöglichungs-Verein, nur auf Sand gebaut. Warum wollen manche an ihm festhalten? Es kann ohne Gesichtsverlust von ihm Abstand genommen werden. Ich denke, es ist für Bischöfe eine Pflicht, die Gläubigen wahrheitsgetreu z.B. über die realen Zahlen zu informieren, sie nicht zu manipulieren, so daß sie vor dem wahren Hintergrund, in Freiheit ihre persönlichen Einsichten gewinnen und ihre persönliche Entscheidung treffen können. Mk 7,9 "... Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft..." Sehr geschickt setzt man in Deutschland Gottes Gebote außer Kraft! Ob Staat, Kirche, ZdK, alle bezeichnen Abtreibung als Unrecht, Verbrechen und glauben, damit ihre Hände in Unschuld waschen zu können; der Staat setzt dieses Unrecht außerhalb des Strafrechts, und alle machen bei diesem Verbrechen mit. Sie raten ja ab, sie stellen ja nur, bezeichnenderweise durch Gesundheitsämter oder soziale kirchliche Einrichtungen (Caritas), die Bestätigung aus, daß eine Beratung stattgefunden hat. Das ist ja Hilfe für Frauen in Not, wenn auch zum ungestraften Töten ungeborener Kinder, denn sie wissen wozu diese Bestätigung in ca. ¾ aller Fälle benutzt wird. Sie stellen sich blind und taub! Scheinheiliger geht es nicht mehr. Ob bei so hinterlistigem, raffiniertem Vorgehen nicht der Teufel seine Hand im Spiel hat, diese Heuchelei nicht satanischen Ursprungs ist? Einen raffinierteren Plan könnte Luzifer nicht aushecken! Ist dies der erste Schritt? Nach dem gleichen Prinzip hätte auch einem Mann in Not geholfen(?) werden können. Schlagzeile im Dingolfinger Anzeiger: "Mutter aus Angst vor Heimkosten erwürgt?" Befand der Sohn sich nicht in einer ähnlichen Situation wie viele der abtreibenden Frauen? Wären Alte, Kranke, Behinderte nicht die nächsten die kaltblütig, aber humaner mittels einer Injektion getötet würden, wenn man nach einem abratenden Beratungsgespräch, mittels Bestätigung, einer sozialen Einrichtung (Caritas) oder des Gesundheitsamtes, dies ungestraft dürfte? Könnten sich nach obigem Prinzip nicht auch viele pflegende Töchter und Schwiegertöchter, die oft Schikanen, leidvolle Erfahrungen durch die, die sie pflegen, durchmachen, auf das Ende ihrer körperlichen und seelischen Kräfte berufen? Man muß den Anfängen wehren, begreifen das die Mächtigen nicht? Wollen sie es nicht begreifen, oder finden sie doch das Leben Ungeborener weniger schützenswert? Frauen und Männer, die sich schon auf ihr süßes kleines Baby gefreut, aber durch eine Fehlgeburt verloren haben, wissen wie sehr man auch um ungeborene Kinder Trauer empfindet. Unser Herr und Bruder sagt: Mk 8,34-38 " ...Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis könnte ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt." Der Himmel auf Erden wurde uns vor der Wiederkunft des Messias nicht versprochen! Das müssen diejenigen, die von Gott besonders zur Nachfolge berufen sind, die Geistlichen, den Menschen, ob sie es hören wollen oder nicht, sonnenklar sagen (oder schämen sie sich der Worte des Herrn, wenn ihnen entgegengehalten wird, sie würden auf den Himmel vertrösten?) und das, was sie anderen predigen, selbst beherzigen. Todbringende irdische Lösungen der Probleme dürfen nicht hingenommen werden. Freud und Leid gehören zum Leben auf dieser Erde! Wenn wir den Sorgen und Schwierigkeiten einfach aus dem Weg gehen wollten, dürften gar keine Kinder mehr geboren werden. Ist es nicht besonders befriedigend wenn man Notlagen auf ehrenvolle Weise z.B. durch Verzicht, Neu- und Umorganisation der Lebensumstände bewältigt? Sind nicht auch ungeplant, ungewollt Geborene meist schnell der Sonnenschein, Behinderte oft die Lieblingskinder ihrer Mütter? Waren es in der Nazizeit nicht auch die betroffenen Angehörigen, die wehrlos hinnehmen mußten und darunter litten, daß die, die sie trotz ihrer Behinderung innig liebten, getötet wurden? Sogar die das eigene Leben rettende Gurtpflicht konnte bei den Autofahrern nur mittels Strafandrohung durchgesetzt werden. Jeder Verkehrssünder, der falsch parkt, andere behindert ohne Schaden anzurichten, wird bestraft und muß Bußgeld bezahlen. Wer einen schweren Verkehrsunfall verursacht, mag sein leichtfertig, grob fahrlässig, teilschuldig oder auch unschuldig, ob nur Sachschaden entsteht oder Opfer zu betrauern sind, muß sich vor Gericht verantworten und dies obwohl er gewiß nicht willentlich und vorsätzlich den Unfall verursacht hat, oft selbst um nahe Angehörige unter den Opfern trauert und Krankheit, Leid und lebenslängliche Behinderungen davonträgt. Oft wenn ich die so lebendige, süße kleine Tochter einer Bekannten ansah, von der ich weiß, daß eine Abtreibung erwogen wurde, die aber Gott-sei-Dank trotz extrem schwieriger Umstände geboren wurde, dachte ich: "Welch ein Jammer, wenn es dieses sonnige Geschöpf nicht gäbe!" Wieviel Freude hat es seiner alleinerziehenden Mutter, die einen erheblichen sozialen Abstieg hinnahm, vor der ich großen Respekt habe, gebracht! Manchen, die sich sehnlichst Kinder, besonders ein neugeborenes Baby, wünschen, könnte durch Adoption geholfen werden, wenn ungewollte Kinder nicht abgetrieben sondern zur Adoption freigegeben würden. Wieviel Liebe und Freude würden sie schenken, in das Dasein Kinderloser bringen! Sollte man das Adoptionsrecht nicht erleichtern, abgebenden Müttern vielleicht während der Schwangerschaft eine gewisse Anonymität verschaffen, damit sie einen solchen Entschluß leichter fassen, mit ihm in Frieden, ohne Angst vor übler Nachrede leben können? Es ist doch seltsam, daß Frauen, die ihren Kindern das Leben schenken und zur Adoption freigeben, verleumderisch als Rabenmütter bezeichnet werden, die aber, die man eher als Rabenmütter bezeichnen sollte, die eiskalt ihre Kinder töten, anonym töten können, nicht. In der Routine des Alltags wird manches nicht klar gesehen, wird manches übersehen, nicht erkannt, darum will ich nicht bezweifeln, daß die Bischöfe es gut mit der Kirche meinen, bei ihrem agieren das Beste für sie wollen. Deshalb wiederhole ich den u.a. dem ZdK bereits unterbreiteten Vorschlag, "donum vitae" in eine von Kirche und Laien getragene Stiftung umzuwandeln, mit deren Mitteln für katholische Beratungsstellen geworben wird, die bereits bestehenden Hilfsangebote der Kirche öffentlich bekannt gemacht werden und d e n Müttern geholfen wird, die ihre Kinder gebären. Dann dürfte er auch unter dem Dach von Mutter Kirche bleiben. Die verantwortlich Beteiligten sollten sich in Ruhe friedfertig zusammensetzen und zur Versöhnung, zur Einheit und Glaubwürdigkeit der Kirche, und zum Heil der Menschen die notwendigen Schritte einleiten. Ich hoffe, daß sie die Kraft dazu finden, wenn nicht erhärtet, ja bestätigt dies meinen Verdacht, daß es sich hier (in stillschweigender Übereinkunft) um ein abgekartetes, intrigantes Zusammenspiel zwischen Kirche und Politik in Deutschland gegen den Papst handelt. Daß es nicht darum geht, Menschenleben zu retten, sondern einzig und allein um Macht! Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen wurde der Papst unter Druck gesetzt, die Stimmung gegen ihn durch Manipulation und Anschuldigungen angeheizt, er und die Öffentlichkeit belogen. Man braucht sich über den Verfall von Sitte und Moral, über Lug und Trug nicht zu wundern, es wird den Menschen vorexerziert! Noch ist es nicht zu spät, noch ist Zeit in aufrichtiger Reue umzukehren, das Steuer herumzudrehen. Daß dies schon jetzt möglich ist, daß die Sache nicht am Kochen gehalten werden muß, beweisen die Bischöfe von Speyer und Paderborn, die schnell gehandelt haben, die wie Erzbischof Dyba, den Beratungsschein nicht mehr ausstellen lassen, beweisen die Bischöfe von Bamberg und Eichstätt, die sich von "donum vitae" distanzieren und andere, die ich hier nicht einzeln aufzählen kann. Warum handeln viele Bischöfe nicht? Wollen sie wieder römischen Zentralismus herausfordern und bemühen, um eine authentische Interpretation des Kirchenrechts zu bekommen und um sich hinterher darüber zu beklagen? Oder warten sie auf deutschen Zentralismus, damit sie sich nicht selbst entscheiden müssen? Wenn jeder bei sich selbst anfängt, in seiner eigenen Diözese der Heilslehre Christi entsprechend handelt, ist dieses böse Spiel, diese unrühmliche Rolle der Kirche, die zumindest eine Teilschuld nicht leugnen kann, bald beendet. Wer sich nicht dazu entschließen kann, sollte zumindest soviel Anstand besitzen mit der unwürdigen Trickserei aufzuhören, den Menschen nicht mehr, zu ihrem Schaden und zum Schaden der Kirche, als schlechtes Vorbild dienen und zurücktreten. Die vor der Entscheidung des Papstes angekündigten Rücktritte waren wohl nur Erpressungsversuche? Gerade diejenigen, die aus Gewissensgründen nicht aus dem staatlichen System aussteigen wollten, müßten jetzt, da aufgezeigt werden kann, daß katholische Beratungsstellen nur eine unterdurchschnittliche Erfolgsquote aufweisen, besonders leichten Herzens diesen Schritt tun. Sie können sich nicht mehr auf ihr Gewissen berufen, um sich dem Papst zu widersetzen. Der Herr bewahre uns vor Sodom und Gomorra. Satan wird diesen Sieg nicht erringen, wenn die Niederlage als gottgewollt hingenommen, als Chance für einen guten, würdigen Neubeginn genutzt wird. Wenn nicht, wird Luzifer auch nicht gewinnen, aber diejenigen, die sich weiterhin indirekt, getarnt widersetzen, eine erneute Niederlage hinnehmen müssen. Im Jakobusbrief 1,22 ff heißt es: "Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. Wer das Wort nur hört, aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet: Er betrachtet sich, geht weg, und schon hat er vergessen, wie er aussah. Wer sich aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit vertieft und an ihm festhält, wer es nicht nur hört, um es wieder zu vergessen, sondern danach handelt, der wird durch sein Tun selig sein." Die kirchliche Hierarchie ist gottgewollt, von Jesus selbst eingesetzt und wurde von Anfang an respektiert und praktiziert. Dies bezeugt der Bericht vom leeren Grab, trotzdem Johannes als erster dort ankam, wartete er, der Lieblingsjünger des Auferstandenen, und ließ Petrus zuerst hineingehen. Ich appelliere an alle Bischöfe, sich als gute Hirten zu erweisen und sich gemeinsam mit dem Heiligen Vater, getreu dem Evangelium, für das Heil aller Menschen auf dieser Erde einzusetzen, das Notwendige mutig, offensiv und beherzt zu tun, mit ihm zu kämpfen und nicht gegen ihn, dann wird die Kirche in Deutschland geläutert und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, an Ansehen gewinnen, wieder mehr respektiert werden! Als Tochter der Kirche werde ich meine Möglichkeiten, wenn Gott es will, ausschöpfen, sei es über die Presse, gerichtlich oder durch eine Unterschriftenaktion und wenn ich nach Rom gehen, mich an den Heiligen Stuhl, den Heiligen Vater persönlich wenden muß. Was ich lieber nicht tun würde, da er ohnehin stark überlastet ist und das hat nichts mit seinem Alter zu tun! Wer von den Bischöfen ob jung oder alt, leistet mehr als er? Aber wenn man mir keine andere Wahl läßt, werde ich nicht davor zurückschrecken, dem katholischen Fußvolk angehörend, auch als einfache Christin Mittel und Wege finden, ihm die Lage der gläubigen Katholiken (derjenigen die nicht nur Mitläufer sind, die vor dem Zeitgeist nicht in die Knie gehen), die unglaublichen Vorgänge in diesem Lande, aus meiner Sicht zu schildern. Ich will vor meinem Richter einmal gerade stehen können. Wir alle müssen für unser Tun, wenn wir gerichtet werden, einmal geradestehen, deshalb sollten wir die Worte des Anfangs und des Endes: "Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung", Offenbarung 1,8 beachten: Mk, 13,31 "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." Das sind doch keine leeren Worte! Wir dürfen nicht nach Beliebigkeit die Bibel auslegen. Bei Diskussionen ist zu hören: "dieses oder jenes muß aus damaliger Zeit gesehen werden, gilt heute nicht, ist nicht zeitgemäß", das halte ich für falsch! Im Johannes-Prolog heißt es "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts was geworden ist. In ihm ist das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt." Die Lehre Jesu ist das Licht, das uns erleuchtet, seine Worte sind ewig, zeitlos, sie gelten immer, zu jeder Zeit, auch in unserer Zeit, in alle Ewigkeit! Wer etwas anderes sagt, etwas anderes lehrt, handelt gegen Gottes Wort, tritt Gott selbst und den Heiligen Geist mit Füßen. Noch eine Frage, welche Rolle spielt eigentlich der einfache katholische Laie bei der angeblichen Laienorganisation ZdK? Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, daß es sich um eine Politiker- und Prominenten -Organisation handelt, die allzusehr mit der weltlichen Macht verstrickt ist. Der einfache Laie wird nicht gehört, wird nicht ernst genommen, nicht gefragt, seine Einwände werden nicht beachtet, seine Briefe nicht beantwortet! Er weiß nicht einmal woraus sich dieses Gremium zusammensetzt, wie es gewählt wird, welche Arbeit es leistet, wofür es eigentlich existiert, an wen er sich mit Fragen, Vorschlägen und Einwänden wenden kann, wer es finanziert usw., denn außer vom Katholikentag und öffentlichen Äußerungen, die oft nicht im Sinne der Kirche sind, weiß man nichts über diese Organisation. Ich finde hier besteht dringender Erklärungsbedarf! Werden beim Katholikentag wieder, mit haßerfüllten Verleumdungen gegen den Papst, die altbekannten Themen, wie Aufhebung des Zölibats, Frauenpriesterschaft, trotz Scheidung und Wiederverheiratung Sakramentenempfang usw. aufgewärmt? Ich möchte dazu nur sagen, es gibt die protestantische Kirche, ohne Hierarchie, ohne Zentrum (in sich in mehrere Kirchen gespalten) bereits, in der Priester heiraten, Frauen Priester werden, wiederverheiratete Geschiedene am gemeinsamen Mahl teilnehmen dürfen und jedem steht es frei zu konvertieren. Bevor also wieder lautstarke Proteste erhoben werden, sollten diese Marktschreier in sich gehen, in Ruhe eine Konversion erwägen, wenn sie glauben, daß obiges für ihr Heil notwendig ist, aber nicht versuchen aus der katholischen Kirche eine evangelische zu machen. Wie gesagt, die gibt es bereits. Hat nicht die evangelische Kirche die gleichen Probleme wie z.B. leere Gotteshäuser, mangelnde Teilnahme an Gottesdiensten und Kirchenaustritte? Bloß sind evangelische Christen und Amtsinhaber ehrlich genug dies, ohne fadenscheinige Begründungen, auf ihre eigenen Schultern zu nehmen, vielleicht auf ihren Unglauben zurückzuführen und nicht anderen in die Schuhe zu schieben. Dies dürfen Sie ruhig im Namen einer einfachen katholischen Laiin, in meinem Namen, in Hamburg sagen. Ein anderes Thema, zu dem ich gerne Stellung beziehen würde, ist Bischof Lehmanns Vorschlag einer Änderung des Kirchensteuersystems. Davon halte ich nichts! Dies erinnert mich an das kaltblütige agieren der unchristlichen, unsozialen Unionsparteien. Mit seiner Argumentation werden soziale Kälte, Selbstsucht, Habgier, egoistische Konsumorientierung und Materialismus unterstützt und gefördert. Möchte er die Kirche marktorientiert, wie eine Ware, zu Schlußverkaufspreisen feilbieten? Wer wegen der Progression hohe Summen zahlen muß, hat auch ein hohes Einkommen und kann größere Lasten tragen. Das ist ein Gebot der Nächstenliebe! Wer nur wegen dem Mammon, der Kirchensteuer, auch wenn sie hoch ist, aus der Kirche austritt, hat sein Christsein offenbar nicht verstanden, ist es nicht wert ihr anzugehören, und dies sollte von ihr auch offensiv öffentlich vertreten werden. Es ist eine Gnade der Kirche Christi angehören zu dürfen und nicht umgekehrt! Schon im Alten Bund, Dtn 26,12, fordert Gott von den Menschen die Ablieferung des Zehnten für die Leviten, Fremden, Waisen und Witwen, also für die Armen, für soziale Zwecke. Dies gilt erst recht im Neuen Bund:"Einer trage des anderen Last." Es wäre unchristlich die Großen, die Reichen zu entlasten und dafür von den Kleinen, den Armen, vielleicht Arbeitslosen oder Sozialhilfeempfängern, von Kinderreichen einen Mitgliedsbeitrag und sei er noch so gering, zu verlangen. Sie tun ihre Beiträge beim Sonntagsgottesdienst in den Klingelbeutel, die Reichen geben meist nicht höhere Summen als die, die nur über niedrige Einkommen verfügen. Sie werfen sie in den Opferstock, wenn sie Kerzen anzünden, und sich mit ihren Schwierigkeiten, Anliegen, Sorgen und Nöten – die die Menschen mit hoher Progression gar nicht kennen, bei denen es allenfalls um Luxusartikel, um Überfluß geht - an das Herz Jesu oder die Gottesmutter (die übrigens dem Willen des Vaters gehorsam, das Gotteskind, ihr Kind in einer sehr schwierigen Situation getragen und geboren hat) wenden. Es ist nicht Aufgabe der Kirche den Menschen nach dem Mund zu reden. Erneuerungen der Kirche oder der kirchlichen Orden wurden stets durch Rückbesinnung auf Gottes Gebote, Ordnung und Moral eingeleitet. Sie hatten in dieser Hinsicht keine Erleichterungen, sondern meist Verschärfungen, höhere Anforderungen und Zumutungen zur Folge. Wie bei Krankheit bittere Medizin notwendig ist und oft nur eine Operation Heilung bringt, sind auch bei einer Erkrankung der Gesellschaft schmerzhafte Eingriffe erforderlich. Natürlich wäre es leichter, die Menschen tun zu lassen was sie wollen, aber so wie Eltern ihren Kindern Grenzen setzen, Verbote erlassen und Pflichten auferlegen müssen, auch wenn es oft schwer fällt, muß die Kirche den Gläubigen, auch wenn es nicht leicht ist, klar machen, daß die Gesetze zur Ehre Gottes, zu ihrem eigenen Heil und zum Wohle der Allgemeinheit eingehalten werden müssen. Der Retter der Welt hat sich doch nicht dafür ans Kreuz schlagen lassen, daß sich seine Kirche schleichend dem Bösen dieser Welt anpaßt und unterwirft. Er ist dafür gestorben, uns vor dem Bösen zu retten, zu erlösen. Das erfordert aber unsere Wachsamkeit und Standhaftigkeit, schauen Sie einmal in die Bibel, wie oft dies gefordert wird. Wenn man auf die Gesellschaft Einfluß nehmen will, sollte man so redlich sein, nicht zuerst darauf zu achten, wer etwas tut oder sagt, welcher Partei er angehört, sondern auf das was er tut oder sagt. Die bisherige Praxis ist doch so, daß kirchliche Amtsinhaber und Medien einseitig auf das "C" in den Unionsparteien starren, ohne danach zu fragen, ob diese Parteien auch wirklich christlich handeln. Da wurde und wird zu vielem geschwiegen, zuviel zugedeckt und sogar gerechtfertigt und es wird verschwiegen, wenn andere Parteien etwas Gutes tun oder sagen. Mit keinem Wort erwähnen sie, daß das "C" in diesen Parteien oft nur als "Schafspelz" dient und mißbraucht wird. Sie sollten mehr auf die inneren Werte als auf die äußeren achten! Mag sein, daß Unionspolitiker Gott öfter im Munde führen, öfter zum Sakramentenempfang gehen, aber unbarmherziger als sie, sind die Politiker keiner anderen rechtsstaatlichen Partei (nur die rechtspopulistischen und –extremen Parteien sind erbarmungsloser, bei manchen Stellungnahmen kirchlicher Artikelschreiber könnte man meinen, man hätte es mit solchen zu tun). Wie sie mit Recht und Gesetz umgehen, kann man derzeit täglich den Medien entnehmen und schon ist die kirchliche Presse wieder dabei, dies zu rechtfertigen, zuzudecken, mit unkorrekten, unhaltbaren Vergleichen schönzufärben, schreckt vor Diffamierungen nicht zurück, zieht manches an den Haaren herbei und bauscht vergleichsweise Geringfügiges auf, läßt jede Objektivität vermissen, s. Regensburger Bistumsblatt. I s t d a s c h r i s t l i c h ? Ein Ordensbruder geht sogar, so weit zu sagen, der Teufel ist ein Wahrheitsfanatiker, um in unsachlicher Weise, die Lügen hoher Unionspolitiker zu rechtfertigen. Auch Ordensleute können irren; Joh 8,44 "Ihr habt den Teufel zum Vater, und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge." Dies war und ist auch ein unrühmlicher Beitrag der Kirche zum Verfall der Werte in diesem Lande! Die Kirche sollte alle Politiker ermahnen und fordern, unabhängig welcher Partei sie angehören, in christlichem Sinn zu handeln, - das dient dem Wohle der Gesellschaft - und kritisch prüfen ob sie es tun; zu einem Thema objektiv Stellung nehmen, tadeln oder loben wie es die jeweilige Tat verdient. Paulus schreibt Thess 5,19/21f "Löscht den Geist nicht aus! Prüft alles und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt!" Die Kirche muß geistiger werden! Wie haben die Urchristen, die Blutzeugen, die Gesellschaft der Römer beeinflußt und verändert? Diese kleine Minderheit hat durch ihr eigenes Tun, durch ihr Standhalten überzeugt und die Menschen für den christlichen Glauben, für die Kirche gewonnen. Will man heute den Weg zurück gehen? Dies ist eine Verhöhnung der urchristlichen Märtyrer. Weiß man denn nicht, daß das römische Reich seinen Untergang dem Untergang von Moral und Sitte zuzuschreiben hat? Soll das Blutzeugnis der ersten Christen umsonst gewesen sein? Es ist nicht schwer standzuhalten im christlichen Glauben, wenn das Umfeld darin fest verwurzelt ist und christliche Tugenden übt. Die Standhaftigkeit muß sich gerade in einer Situation bewähren, wenn eben das Umfeld diese Tugenden schmäht, verhöhnt und nicht praktiziert. Das beste Zeugnis ist allemal das eigene Handeln, es besitzt die größte Überzeugungskraft. Wer selbst tief verwurzelt ist im christlichen Glauben, ist auch stark genug, dementsprechend zu reden und zu handeln. Jeder der es noch vor wenigen Jahren gewagt hätte den Fall der Berliner Mauer, die Einheit Deutschlands, den friedlichen Sturz des Kommunismus vorauszusagen, wäre als Träumer, als blauäugig belächelt, nicht ernst genommen worden. Auch heute noch geschehen Zeichen und Wunder. Mag es auch blauäugig erscheinen, wir sollten den Traum einer gerechten, moralischen, friedliebenden Gesellschaft, in der einer dem anderen Bruder und Schwester ist, nicht aufgeben, einen Gesinnungswandel der Menschen nicht für ausgeschlossen halten, in unserem Bemühen darum nicht nachlassen. Wir dürfen nicht scheibchenweise diese Werte und die Hoffnung auf eine Besserung der Menschen aufgeben. Wünschenswert wäre es, einmal die Verdienste der Kirche, die sie im Laufe der Geschichte erbracht hat, herauszustellen. Selbst wo sie, dem jeweiligen Zeitgeist folgend, gefehlt hat was sie auch mutig bekennen soll – waren es doch Leute der Kirche, die das unrühmliche, falsche Handeln aufgezeigt, eine Wende eingeleitet und aus dem Dunkel herausgeführt haben. Ich nenne nur Las Casas bei der Unterdrückung der Urvölker Amerikas, Friedrich Spee der den Hexenwahn aufgedeckt und sich gegen Hexenverfolgungen gewandt hat, Don Bosco, der sich gegen die Verwahrlosung der Jugend eingesetzt hat, Angela Merici, Theresia Gerhardinger und Maria Ward haben für die Bildung der Mädchen gesorgt und ganz zu schweigen von den Heiligen, die in caritativer Hinsicht gewirkt und Spitäler, Heilungs- und Pflegeeinrichtungen, die der Grundstock der Krankenhäuser sind, geschaffen haben wie z.B. Vinzenz Pallotti, Elisabeth von Thüringen und vor allem Johannes von Gott. Es wären noch viele zu nennen wie Adolph Kolping, Mutter Teresa, bis heute sind es Leute der Kirche, die oft unter Einsatz ihres Lebens, unter schwierigsten Bedingungen aushalten, in den Ländern der Dritten Welt mit den Armen, den Ärmsten leben und ihnen helfen, nicht nur ein Jahr, wie meist staatliche Entwicklungshelfer, sondern wie die Ordensleute oft ein ganzes Leben lang. Selbst wenn die Kirche in der Wissenschaft manchen Irrtümern unterlegen war, wurde wissenschaftliche Forschung, wie mir eine Rundfunksendung aufgezeigt hat, doch erst durch sie möglich, weil durch den christlichen Glauben die Furcht vor Naturgöttern und Naturgeistern beseitigt wurde, basiert das allgemeine Wissen weitgehend auf dem, was Klosterbrüder und -schwestern erforscht haben. Bei einer solchen Bilanz, die wir der Kirche zusätzlich zur Verkündigung und Überlieferung der Frohen Botschaft verdanken, hat sie gar keine Veranlassung, sich in die Defensive zu begeben, den ungerechtfertigten Wünschen der Menschen nachzugeben und so zu Verfall von Moral und Sitte beizutragen. Durch Anpassung an den Zeitgeist wird ja gerade das Gegenteil von dem bewirkt, was sie will. Nicht sie hilft dann den Menschen, aus dem Dunkel herauszukommen, das Heil zu finden, sondern läßt sich umgekehrt immer mehr in dieses Dunkel hineinziehen. Niemand kann einen anderen aus dem Sumpf ziehen, wenn er selbst drin steckt. So kann der Auftrag unseres Erlösers nicht erfüllt werden, deshalb muß die Kirche selbstbewußt, offensiv, klar und deutlich fordern Gottes Gebote einzuhalten, damit sie gute Früchte hervorbringen kann. Ansonsten können wir getrost auf die Hilfe und den Beistand des Dreifaltigen und Dreieinigen Gottes vertrauen! Menschen, die wie ich argumentieren, werden als Fundamentalisten negativ abgestempelt und gebrandmarkt, aber wenn es um die Fundamente des christlichen Glaubens, der Kirche geht bin ich es gerne und sehe Fundamentalismus positiv. Von Gebräuchen, die auf heidnische Ursprünge und Riten, auf heidnische Denkweise zurückgehen, wie z.B. das Weihen und Segnen des Dreikönigswassers, von Kräutern und Speisen, des Johannisweins, des Johannisfeuers, bei dem heute noch symbolisch Hexen verbrannt werden, der Pferde beim Leonhardiritt oder auf den Blasiussegen und den Wettersegen könnte ich leichten Herzens Abschied nehmen. Vielleicht sollten wir uns davon einmal trennen, denn Heilige können nichts mehr heiligen, als es von Gott schon geheiligt ist. Mk 7,15 "Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein (im Umkehrschluß rein) machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht in unrein (rein)." 7,19 "Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein." 7,21 "Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein." Wie man auch aus der Geschichte der Kirche ersehen kann, waren es nicht immer die Menschen, die über Macht, Amt, Titel und Würden verfügten, die ihr am besten dienten, sondern oft gerade die einfachen Gläubigen, die nicht über hohe Schul- oder Studienabschlüsse verfügten, nicht viel von der Theorie, aber mehr von der christlichen Praxis verstanden. Sie übten die christliche Praxis und üben sie noch, sie sind nicht so sehr vom täglichen Hick-Hack betroffen, können sich in die Stille zum Gebet zurückziehen. Vielleicht sollte man sie auch einmal anhören, einen Dialog mit ihnen führen. Manchmal können Menschen, die nur über eine geringe oder mittlere Schul- und Ausbildung verfügen Dinge klarer, die Realität besser sehen, da sie nicht von theoretischem Wissen geblendet und verblendet sind, ihr Glaube ist ursprünglicher, vom Tagesgeschehen nicht so sehr überdeckt. Die Geburt von Gottes Sohn, dem Messias wurde nicht zuerst den Mächtigen, Amtsinhabern und Schriftgelehrten verkündet, sondern den einfachen Hirten, auch seine Jünger, die Apostel waren einfache Menschen, vornehmlich Fischer. Was ich in Ihren Augen nicht richtig sehe, wo ich mich geirrt habe oder eventuell falschen Zeitungsberichten, sog. -enten unterlegen bin, möge man mir begründet aufzeigen. Mag sein, daß Sie dieses Schreiben als anmaßend und unangebracht ansehen, als unprofessionell, laienhaft und einfältig empfinden; Sie sollten aber nicht vergessen, daß sich der liebe Gott besonders gerne der Geringen, der Schwachen, der Unmündigen, der Einfältigen als Werkzeug bedient. Er hat eine Schwäche für die Schwachen. Denjenigen, die meine Position für extrem halten, möchte ich entgegenhalten, nicht ich bin es, die sich auf die Seite derjenigen stellt, die eiskalt Kindsmord zulassen und als gerechtfertigt aus Not darstellen –gibt es etwas extremeres als Mord?-. Wenn ich die Tat verurteile, spiele ich mich aber noch lange nicht als Richterin auf, die Person, Personen werden von Gott gerichtet. Sie müssen ihr Tun vor Gott und vor sich selbst verantworten, nicht vor mir oder anderen Menschen. Wenn sie einsehen schwer gesündigt zu haben, es bekennen und aufrichtig zutiefst bereuen, können sie sicher auf Gottes Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung zählen, wenn nicht müssen sie aber mit seinem Zorn rechnen, denn die Sünde wider den Heiligen Geist wird nicht vergeben, Mt 12,31-32. Das sollten auch diejenigen berücksichtigen, die nicht alles tun, damit die Menschen ihr Unrecht auch erkennen können. Ich bin nicht diejenige, die mordet, sondern die versucht sich schützend vor die Kinder zu stellen, die gemordet werden sollen und den eventuellen Kindsmördern, auch den Massenmördern, wie es abtreibende Ärzte oft sind, klarzumachen versucht, daß sie sie vor Sünde und Schuld bewahren will und damit ihrem Seelenheil, ihrem ewigen Leben dient. Im Brief an die Römer schreibt der Apostel Paulus 1,18 ff: "Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. ... Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. ...Sie behaupteten weise zu sein, und wurden zu Toren. ... Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers – gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen. ... Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, so daß sie tun, was sich nicht gehört: Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern, sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen. Sie erkennen, daß Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln." Sie mögen mir meine radikale Wortwahl, die mich geradezu Überwindung kostet, die ich aber für notwendig halte, verzeihen. Eins noch möchte ich klarstellen und bitte ich Sie zu berücksichtigen, ich engagiere mich und sitze hier nicht zu meiner Unterhaltung, schreibe nicht aus Langeweile lange Briefe, sondern weil ich in ernster Sorge um unsere Kirche bin, deren Glaubwürdigkeit und Heilswirksamkeit ich durch das Gebaren vieler Amtsinhaber leichtfertig aufs Spiel gesetzt sehe. Auch wenn uns der Herr den Bestand seiner Kirche zugesagt hat, müssen wir engagiert alles uns menschenmögliche für ihre Heilswirksamkeit und den Glaubenserhalt tun, müssen wir Überzeugungsarbeit leisten. Dies ist ein Weckruf! Ich bitte Sie mein Anliegen ernst zu nehmen, bei der nächsten Bischofskonferenz und eventuell beim Katholikentag in Hamburg zur Sprache zu bringen und auch in Ihrer Diözese anderen Verantwortungsträgern, z.B. den Weihbischöfen, Generalvikaren, Kirchenrechtlern usw. diesen Brief mit Anlagen zu zeigen, in Gremien wie dem Priesterrat und Diözesanrat anhand der wahren Daten darüber zu diskutieren. Mit freundlichen Grüßen |
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Last update: 06. Februar 2001 14:14