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Sehr geehrter Herr Läufer!
Nachdem sich der Papst, wie zu erwarten war, für den Ausstieg der
Kirche aus der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung entschieden
hat, scheint es bei manchen Bischöfen zu einer gewissen Verwirrtheit
gekommen zu sein. Wie sonst ist der Vorschlag von Bischof Karl Lehmann zu
verstehen, daß die abtreibungswilligen Schwangeren nun statt der
Beratungsbestätigung eine eidesstattliche Erklärung abgeben sollen?
Dafür soll das Gesetz geändert werden. Er wird doch nicht glauben, daß
damit, wie immer vorgegeben wird, um im staatl. System zu bleiben, mehr
Frauen zum Annehmen ihrer Kinder bewegt werden können. Will er dem
Mißbrauch und der Lüge, der Falschaussage Tür und Tor öffnen? Jüngst forderte er einen starken Papst. Haben nicht erst er und andere
deutsche Bischöfe die Kraft und Stärke dieses Papstes erfahren? Will er
damit, in gekränkter Eitelkeit, von seiner eigenen Schwäche ablenken,
von der Unfähigkeit zuzugeben, bisher falsch gehandelt, den falschen,
nicht dem Lehramt der Kirche entsprechenden Weg beschritten zu haben? Ihm
fehlt es an Mut, Stärke und dem guten Willen, seiner Gehorsamspflicht
wirklich, ohne erneutes tricksen zum Schaden der Glaubwürdigkeit der
Kirche nachzukommen. Wie verblüffend wenig er bereit ist der Intention
des Papstes zu folgen, sich ihr indirekt widersetzt, zeigt die Schlagzeile
im Dingolfinger Anzeiger vom 17.01.2000: Lehmann droht Sozialdienst.
Er drohte dem SkF, der die katholische Konfliktberatung schwangerer Frauen
entsprechend der Weisung des Papstes fortsetzen will, mit dem Entzug von
Geldern und begrüßte gleichzeitig die Gründung des geplant gegen diese
Weisung handelnden rheinland-pfälzischen Landesverbandes von "Donum
Vitae". Vielleicht sollte er einmal über seinen Rücktritt nachdenken, wenn er
es nicht ertragen kann den Sieg nicht errungen zu haben, nicht willens und
fähig ist, diese Situation würdig zu meistern, wenn er zu feige ist,
einen guten Neubeginn zu wagen, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Von den vor der Weisung des Papstes aus angeblichen Gewissensgründen
angekündigten Rücktritten mehrerer Bischöfe und anderer Geistlicher ist
ohnehin nichts mehr zu hören. Sollten das, angesichts der angespannten
Personallage der Kirche, nur Erpressungsversuche sein? Der Bischofsstuhl
scheint doch nicht unbequem zu sein! Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter hat
zu dem vom ZdK gegründeten Verein "donum vitae", den er
respektiert, "keinen Grund, als Bischof Nein zu sagen" er müsse
"nur eingreifen und die Katholiken ermahnen, wenn das Ausstellen
eines Beratungsscheins eine sittlich verwerfliche Mitwirkung an der
Tötung eines ungeborenen Kindes sei. Das müßte aber erst bewiesen
werden." Mit einer solchen Argumentation wird der Willkür Tür und
Tor geöffnet. Welchen Beweises bedarf denn der Kardinal noch, angesichts
des jährlich hundertausendfachen vorsätzlichen Mordens ungeborener
Kinder in Deutschland nach stattgefundener Beratung. Dies könnte ohne den
Beratungsschein nicht straffrei geschehen; ein kausaler Zusammenhang kann
von keinem logisch denkenden Menschen bestritten werden. 1998 wurden insgesamt 131 795 Schwangerschaften abgebrochen, davon 127
423 nach einer Beratung, also zur straffreien Voraussetzung mit
Beratungsschein, 3 959 nach medizinischer Indikation, sonst nach
psychologischer und kriminologischer Indikation. In diesen Fällen muß
der Beratungsnachweis nicht erbracht werden. Und dies, wie ich hier anmerken möchte, bei einem aussterbenden,
völlig überalterten Volk. Nach einem UN-Bericht braucht Deutschland wenigstens 500 000
Einwanderer im Jahr zur Sicherung der Renten für das wachsende Heer der
Rentner und Pensionäre. Trotzdem verhält sich dieses egoistische Volk
einwanderungswilligen Ausländern gegenüber fremdenfeindlich, eigene
Kinder tötet es noch vor der Geburt. Das ist fast Völkermord,
Völkerselbstmord!. Müßten nicht gerade die Deutschen, vor dem
Hintergrund ihrer eigenen Geschichte, auf dieses Unrecht besonders
sensibel reagieren? Dies müßte der Bevölkerung einmal bewußt gemacht
werden, vielleicht würde es dann diesem Morden nicht so gleichgültig
oder gar befürwortend gegenüberstehen. Es entzieht sich damit seiner
eigenen Lebensgrundlagen für die Zukunft. Die Politik, der Staat läßt
dies zu, schafft die Voraussetzung per Gesetzgebung dafür, verletzt seine
Fürsorgepflicht, läßt den nötigen Weitblick vermissen. Anstatt
Familien mit Kindern finanziell besser zu stellen, da sie ja die
Lebensgrundlage für die Zukunft sind und sichern, deckt z.B. der
bayerische Sozialbericht lt. Dingolfinger Anzeiger vom 3.12.1999 auf, daß
Kinder zum erstrangigen Armutsrisiko werden. Sollten nicht Kinderlose
höhere Rentenbeiträge oder zur Finanzierung des Kindergeldes Beiträge
leisten müssen, oder geringere Pensionen erhalten, anstatt Mütter und
Väter gleich in dreifacher Hinsicht zu belasten? Sie sind schon während
der Erziehungszeit finanziell schlechter gestellt, müssen ebenso hohe
Rentenbeiträge leisten und bekommen im Alter geringere Renten und
Pensionen als die Kinderlosen, obwohl sie es sind, die nicht nur in
materieller Hinsicht Verzicht leisten und die Altersversorgung
gewährleisten. Entgegen allen öffentlichen Lippenbekenntnissen, wird
für Kinder, für Alleinerziehende, für Familien nicht ausreichend
gesorgt, sind die Rahmenbedingungen schlecht, ist die Politik zu feige das
Notwendige, weil unpopuläre zu tun, meist bleibt es nur bei
Ankündigungen von Verbesserungen, die nicht eingehalten, nicht oder nur
teilweise durchgeführt werden. Nun zurück: Im Oktober 1999 sah der Erzbischof noch klarer, so übte
er bei einer Pressekonferenz massive Kritik am Gesetzgeber: "Dieses
Gesetz entspreche nicht der Verfassung. Es handelt sich im
Gesamtzusammenhang um eine faktische staatliche Anerkennung eines
Tötungsrechts, und auch die praktische Förderung der Tötung Ungeborener
könne nicht geleugnet werden." Nun aber hat er eine Experten-Kommission einberufen, die klären soll,
inwieweit die Kirche mit dem vom ZdK nur zu dem Zweck, die zum
straffreien, vorsätzlichen töten unschuldiger Kinder ermöglichenden
Scheine ausstellen zu können, gegründeten Verein zusammenarbeiten kann,
ihn unterstützen kann. Bei keiner anderen Institution, Partei oder Gewerkschaft ist es
vorstellbar, Verantwortliche dieser Organisationen seien sich nicht
absolut darüber im klaren, daß sie Leute oder Unterorganisationen nicht
unterstützen, die sich bewußt und vorsätzlich außerhalb ihre
Satzungen, Statuten, ihres Selbstverständnisses stellen, ja im
gegensätzlichen Sinn agieren. Diese Leute müßten mit ihrem Ausschluß
rechnen. Nicht so bei der katholischen Kirche in Deutschland! Da wird ein Verein
selbstgewählt, bewußt und vorsätzlich außerhalb die Kirche, das
Kirchenrecht gestellt, ist also illegitim und will mit unglaublicher
Frechheit selbstherrlich im Namen der Kirche, nämlich im Namen ihrer
Glieder, der kath. Laien, gegen die ausdrückliche Weisung des Papstes
handeln. Wie kann von katholischer Laienorganisation gesprochen, er
katholisch genannt werden? Warum läßt dies die Kirche zu? Sie kann doch
nicht sicher sein, daß er in ihrem Sinne handelt, weiß nicht in welche
Richtung er sich ideell entwickelt und hat keinerlei Handhabe gegen ihn.
Wer garantiert ihr, da er schon jetzt gegen die Intention des Papstes
handeln will, daß er sich nicht später allgemein gegen die Kirche
stellt? Mit dem gleichen Recht könnten sich auch andere bürgerliche
Vereine z.B. ein Brieftaubenverein katholisch nennen, wenn sie von
Katholiken gegründet werden. Sicher stimmt Arbeit und Intention der
Dritte-Welt-Vereine weit mehr und eindeutiger mit der katholischen Kirche
und mit der Gesinnung des Heiligen Vaters überein als "Donum
Vitae". Darf man sich katholisch oder kirchlich nennen wenn man es
gar nicht ist? Viele Bischöfe sehen nicht einmal einen Grund, dagegen
einzuschreiten, ja wollen sogar mit ihm zusammenarbeiten, ihn
unterstützen. Sie sehen zu und helfen mit, wie ihre eigene Autorität
untergraben, in Zweifel gezogen wird. Dies ist ein unglaublicher Vorgang,
da kann man als Laie nur noch staunen, von Dummheit sprechen. Es wird von der Kirchenrechtlerin (?) Demel, die sich offenbar besser
darin auskennt, wie man das Recht umgeht und verdreht, als darin was Recht
ist, sonst wüßte sie, daß etwas das außerhalb des Rechts steht nicht
rechtens sein kann, also illegitim ist, verlogen und scheinheilig
behauptet: "Eine Gehorsamspflicht des Einzelnen gegenüber der
kirchlichen Autorität gem. Canon 212 ist nicht gegeben, weil sich der
Papst explizit an die Bischöfe gewandt hat. ... Außerdem ist ein Verein
nicht illegitim, der in Gemeinschaft mit dem Papst und den Bischöfen das
kirchliche Ziel des unbedingten Lebensschutzes ungeborener Kinder
verfolgt, in der Umsetzung dieses Zieles aber eine andere Auffassung
vertritt." Mit dieser Lügengeschichte sollen offenbar die Leute
verdummt werden. Der Papst will das Leben aller ungeborenen Kinder
schützen und nicht per Beratungsbestätigung zum Töten freigeben, in über 70 –75 % wird der Schein vorsätzlich zum Ermorden
unschuldiger Kinder verwendet. Er hat sich deshalb explizit an die Bischöfe gewandt, da Laien bisher
nicht Träger von kath. Beratungsstellen waren, also aus der
Konfliktberatung gar nicht aussteigen konnten. Wenn sie und das ZdK
bezüglich der Gehorsamspflicht der Laien im Zweifel sind, sollen sie ihn
doch fragen. Dann können sie sich und auch der Kirche teure
Experten-Kommissionen ersparen, sie hätten schnell eine klare und
eindeutige Antwort. Warum tun sie das nicht? Wie verlautete, können Bischöfe "Donum Vitae" keine Weisung
erteilen, nicht verbieten, denn es steht ja, wie gesagt, außerhalb des
Kirchenrechts. Dies wurde gleich klargestellt, als sich der Bamberger Erzbischof Braun und der Eichstätter Bischof
Mixa gegen diese Organisation in ihren Bistümern aussprachen. Das ZdK und
die Gründer dieses Vereins wollen sich also von den Bischöfen nichts
sagen lassen, obwohl sie zu denen gehören, die am lautesten über römischen Zentralismus klagen, fordern sie ihn
geradezu heraus. Nun mögen diese Leute zwar bezüglich "donum vitae" recht
haben, als juristische Person bürgerlichen Rechts ist der Verein nicht zu
belangen, aber seine Träger, Gründer und Mitglieder können sehr wohl
belangt werden. So ist die Inhaberin des Lehrstuhls für Kirchenrecht an
der Theologischen Fakultät der Universität Regensburg, die das Recht
umgeht, verdreht, ja mit Füßen tritt und andere falsch berät, dazu
verleitet, zusammen mit ihr einen illegalen Verein zu gründen sicher auf
einem theologischen Lehrstuhl für Kirchenrecht fehl am Platz. Bei all
diesen Leuten ist eine Exkommunikation angemessen, vertretbar,
gerechtfertigt, solange sie nicht bereit sind, sich dem Kirchenoberhaupt
und anderen Autoritäten der Kirche zu beugen. Sie handeln schlimmer als
Steuerflüchtlinge, da diese sich in ihrem eigenen Namen der Steuerpflicht
entziehen, diese geistigen "Steuerflüchtlinge" aber wollen sich
der Gehorsamspflicht entziehen und geben vor, dies im Namen der
katholischen Laien zu tun, die sie weder nach ihrer Meinung gefragt, noch
von ihnen eine entsprechende Legitimation eingeholt haben, von denen sich
sicher viele, wie ich, mißbraucht fühlen. Alle, die nicht ihrer Meinung sind, wie der Papst, Erzbischof Dyba oder
Kardinal Meisner werden bösartig mit einer widerlichen, öffentlichen
Hetzkampagne unbarmherzig verfolgt. Bischöfe pflichten ihnen bei,
äußern sich in diffamierender Weise über Kollegen, die die Wahrheit
sagen, über den Papst. Sie sind mehr an einem Einvernehmen mit dem Staat
als mit dem Heiligen Vater interessiert, wissen scheinbar nicht auf welche
Seite sie gehören, sind allzusehr in das Denken dieser säkularisierten Welt verstrickt,
verhalten sich in fataler Weise populistisch, so als ob sie gewählt
werden müßten, laufen dem Zeitgeist hinterher und beugen sich ihm. Wann
endlich werden sie der Realität ins Auge sehen, aufwachen, ihre Aufgabe
erkennen? Hier geht es nicht um Lebensschutz, sondern in gekränkter Eitelkeit um
eine Trotzreaktion, Uneinsichtigkeit, Macht und Rechthaberei, da die
vorgegebenen Grundlagen (oder waren das nur Lippenbekenntnisse?) dieses
Vereins, der mit einer verblüffenden Hektik agiert, ohnehin nicht gegeben
sind. Wie sehr in dieser Sache gelogen und geschönt wird können Sie z. B.
an der beigelegten Regierungserklärung von Bayerns Sozialministerin Stamm
sehen. Dieser entnahm ich die genaue Zahl der Konfliktberatungen, die mir
vordem nur gerundet auf 22 000 bekannt war. Deshalb will ich hier die
Angaben berichtigen, die ich in meiner beigelegten Stellungnahme zu einem
Artikel von Prälat Schätzler machte. Es fanden 1998 in Bayern 21 766 Beratungen statt, davon 5 700 in kath.
Beratungsstellen, 15 838 Abtreibungen wurden durchgeführt, folglich gab es 5 928
Geburten, also rund 27,5 %. Die Zahl der Abtreibungen hat die Ministerin verschwiegen, aber die
Zahl der geretteten Kinder nicht nur auf die nächsten Hundert oder
Tausend, sondern gleich nochmals um Tausend auf 7 000 gerundet. Mit dieser
Lüge werden sogar die Abgeordneten von der Staatsregierung getäuscht, es
sei denn Frau Stamm beherrscht die Grundrechenarten nicht, dann sollte sie
einen entsprechenden Kurs belegen. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen werden vom ZdK die Menschen
aufgerufen für den Tötungs-Ermöglichungs-Verein "Donum Vitae"
Geld zu spenden. Die Leute glauben bei kath. Beratungsstellen werden mehr
Kinder gerettet als bei staatlichen oder denen anderer Träger (deren
Berater und Beraterinnen auch oft Katholiken sind) und dies wird ihnen von
Verantwortlichen der Kirche, Politik und des ZdKs auch vorgetäuscht. Das
dies nicht so ist zeigen Angaben der Caritas. So wurden 1997 bei den
katholischen Beratungsstellen nach ca. 20 100 Konfliktberatungen rund 5
000 Kinder ausgetragen, also 25 %. In Bayern liegt 1998 die Erfolgsquote
aller Träger im Durchschnitt leicht gerundet bei 27,5 %. Davon konnte man
nirgends etwas lesen, dies wurde bewußt verschwiegen. Das beweist doch,
wie sehr die Öffentlichkeit, mögliche Geldgeber getäuscht werden. Da
also die Behauptung, kirchliche Stellen würden mehr Kinder retten, nicht
stimmt, gibt es keinen berechtigten Grund, keine Notwendigkeit für diesen
in Hektik unüberlegt und übereilt gegründeten Verein, er ist
überflüssig. Obwohl ich die noch nicht korrigierten Zahlen den
Verantwortlichen des ZdKs, Staatsministerin Stamm, der SkF
Landesvorsitzenden Richardi, der Kirchenrechtlerin Demel und mehreren
Bischöfen mitgeteilt habe, sagt niemand der Öffentlichkeit die Wahrheit.
Als unterstes Glied der Kirche werde ich nicht gehört, nicht ernst
genommen, meine Einwände nicht beachtet. Man fand es meist gar nicht der
Mühe wert mir zu antworten. Übrigens fällt mir auf, der einfache Laie scheint bei der angeblichen
Laienorganisation ZdK keine Rolle zu spielen. Bei dieser Organisation sind
vor allem Politiker, Prominente vertreten, die das große Wort sprechen
und zwar oft nicht im Sinne der Kirche, sie scheint mir zu sehr mit der
weltlichen Macht verstrickt zu sein. Auf einem Lügengebäude basierend wird nun um Spenden geworben, die
für caritative Zwecke viel sinnvoller eingesetzt werden könnten; z. B.
für den von mir u.a. auch dem ZdK unterbreiteten Vorschlag, "donum
vitae" in eine von Kirche und Laien getragene Stiftung umzuwandeln,
mit deren Mitteln für katholische Beratungsstellen, die den umstrittenen
Schein nicht mehr ausstellen, geworben und Frauen, Familien in Not
geholfen werden könnte. Dies würde es allen ermöglichen ihr Gesicht zu
wahren, könnte die verhärteten Fronten aufweichen, ein guter Neubeginn
sein, zur Versöhnung und Einheit der Kirche in Deutschland beitragen. Angesichts der Not auf dieser Welt, besonders der vom Hungertod
bedrohten Kinder in der Dritten Welt, wäre es geradezu eine Farce, wenn
"Donum Vitae", das Kreuz Christi fliehend, wie geplant, nun
unter dem Dach des Bayerischen Roten Kreuzes agieren könnte. Bisher ging
es bei Spendenaufrufen des BRK darum, Menschen vor dem Tod zu bewahren,
ihnen das Überleben zu sichern. Soll nun unter seinem Dach Geld für die
Möglichkeit zum Ausstellen der zum Töten ungeborener Kinder
berechtigenden Scheine gesammelt werden? Das BRK sollte es sich gut
überlegen ob es sich dazu benutzen läßt, es ist ohnehin schon negativ
in den Schlagzeilen. Wir müssen uns um einen Gesinnungswandel in der Gesellschaft bemühen,
das ist der beste Lebensschutz für die ungeborenen Kinder! Das
Unrechtsbewußtsein in dieser Sache und allgemein muß in unserer
Bevölkerung wieder hergestellt, geschärft werden und das geht nur wenn
reden und handeln der Verantwortlichen nicht gegensätzlich sind, sondern
klar übereinstimmen, wenn sie nicht mit gespaltener Zunge reden. Sonst
sind sie unglaubwürdig, werden nicht ernst genommen. Solange sie in der
Öffentlichkeit so tun als würden Schwangerschaftsabbrüche aus Not,
sozusagen in Notwehr geschehen, wird das gemeinsame Ziel, möglichst allen
unschuldigen, wehrlosen Kindern zum Licht des Tages zu verhelfen, nicht
erreicht werden, können viele Betroffene ihr Unrecht nicht erkennen, wird
ihnen ihre Unschuld indirekt bestätigt, ja geradezu eingeredet. Solange
Abtreibung nicht verurteilt und als das bezeichnet wird, was es ist,
nämlich - da geplant und vorsätzlich getötet wird - Mord, wird sich an
der Gesinnung vieler Menschen nicht viel ändern. Solange prominente
Frauen trotzdem sie öffentlich kundtun, daß sie ihr Kind abgetrieben
haben, hoch angesehen sind, niemand daran Anstoß nimmt, wie dies in der
jüngsten Vergangenheit geschah, die Frauen aber, die unter Verzicht auf
ihre Karriere Kinder erziehen, eher gering geachtet werden, wird die
Kinderfeindlichkeit in diesem Land anhalten. Sicher ist das
Selbstwertgefühl der Frauen die ihr Kind trotz schwieriger Situation
annehmen weit mehr berechtigt, sollte ihre Leistung höher bewertet und
mehr gewürdigt werden, als die so hochgeschätzte Selbstverwirklichung
auf Kosten des Lebensrechts des eigenen Kindes. "Frauen handeln beim Schwangerschaftsabbruch nicht aus niedrigen
Motiven", wird in einer Argumentationshilfe der Caritas für den
Verbleib der Kirche im staatlichen System behauptet. Ich frage geht es da
nicht auch oft wie z.B. bei Raubmord um das Materielle?. Wann sind den die
Beweggründe als niedrig einzustufen wenn es um Menschenleben geht?
Andererseits wird in dem gleichen Papier festgestellt: "Es fällt
auf, daß bei verheirateten Frauen der Schutz des ungeborenen Kindes oft
auf taube Ohren trifft, während unverheiratete Frauen ohne Erfahrung mit
Kindern und in ungesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen größere
Bereitschaft zur Austragung einer ungewollten Schwangerschaft
entwickeln." Was hilft es denn den Werteverfall, den Sittenverfall, den moralischen
Verfall zu beklagen, wenn selbst dazu beigetragen wird, indem Schuld und
Sünde verharmlost, als gerechtfertigt dargestellt wird. Wenn hochrangige
Kirchenleute den Menschen vormachen wie man Gesetze und Pflichten umgeht,
doppelzüngig reden, Gebote unterlaufen weil sie den Menschen nicht zuviel
zumuten wollen. Gott mutet den Menschen seine Gebote zu und deshalb sind
sie zumutbar, müssen sie zugemutet werden. Auch wenn es schwer fällt
darf die Kirche nicht davor zurückschrecken, die bittere Wahrheit, selbst
wenn sie niemand hören will, auf taube Ohren stößt, auszusprechen. Das
ist ihre Aufgabe, ihre Pflicht! Vielleicht sollte bei der Lesung aus dem
Buch Samuel folgende Stelle nicht immer ausgeklammert werden, sollten sie
die Bischöfe mehr beachten: Sam 3,12 "An jenem Tag werde ich an Eli von Anfang bis zum Ende
alles verwirklichen, was ich seinem Haus angedroht habe. Ich habe ihm
angekündigt, daß ich über sein Haus für immer das Urteil gesprochen
habe wegen seiner Schuld; denn er wußte, wie seine Söhne Gott lästern,
und gebot ihnen nicht Einhalt." Ich bin davon überzeugt, wenn wir
nicht freiwillig Gottes Gebote halten, zum Verzicht und zum teilen bereit
sind, werden wir eines Tages von Gott dazu gezwungen, dann wird er uns
alles nehmen. Bewußt formuliere ich in dieser Sache ziemlich radikal, obwohl mir das
nicht leicht fällt, da ich weiß, wie man an der Haltung vieler
gegenüber Erzbischof Dyba, den ich früher auch oft als zu radikal
empfand, erkennen kann, wie schnell man da ins Abseits gestellt wird. Ich tue das, da gerade deshalb das Unrechtsbewußtsein in der
Bevölkerung nicht mehr vorhanden ist, weil die Dinge nicht mehr beim
Namen genannt werden, da verharmlost Als Anlage übersende ich Ihnen neben dem bereits Erwähnten, meinen Brief an deutsche Bischöfe vom 17.10.1999, er enthält weitere Gedanken zu obigem Thema und ein Geheft von Zeitungsauschnitten, die das Ganze untermauern.
Ermutigt durch nebenstehendes Zitat von Ihnen, bitte ich Sie, da Sie für Bistumsblätter und Kirchenzeitungen schreiben um der Glaubwürdigkeit der Kirche, um der Wahrheit, um der ungeborenen Kinder willen, die Menschen über oben stehende Tatsachen zu informieren, damit sie nicht nur einseitig, ja falsch unterrichtet werden, selbst wenn Sie ein Befürworter von "donum vitae" sein sollten. Die Verantwortlichen sind entweder mit Blindheit und Taubheit geschlagen oder zu feige dazu. Sie machen weiterhin Stimmung gegen den Heiligen Vater, der zwar gesundheitlich, körperlich geschwächt ist, aber an g e i s t i g e r S t ä r k e, an G l a u b e n s k r a f t, M u t und G l a u b e n s t r e u e allen weit überlegen ist, der vor G o t t, aber vor keiner weltlichen Macht, auch nicht vor der öffentlichen Meinung in die Knie geht, sie nicht fürchtet. Statt ihm Zentralismus vorzuwerfen, der manchmal wie man hier sieht, um der Glaubwürdigkeit der Kirche willen, geradezu notwendig ist, sollte einmal darüber nachgedacht werden, ob Gott ihm vielleicht gerade deshalb soviel Macht, Stärke und Standfestigkeit, aller äußerlichen Gebrechlichkeit zum Trotz, verliehen hat, weil er ganz besonders seinem Heiligen Willen entsprechend handelt. Nochmals bitte ich Sie all dies ans Tageslicht zu bringen und mir, was Sie in dieser Sache veröffentlichen zukommen zu lassen, mich davon zu unterrichten. |
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Last update: 06. Februar 2001 14:14